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Intermediale Kunstwerkstatt mit Flüchtlingen feiert einjähriges Jubiläum

Die Wohnunterkunft Paul-Sorge-Straße in Hamburg-Niendorf ist ein kleines Containerdorf, das ca. 90 Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und anderen Ländern eine temporäre Bleibe bietet. Eine Art Zuhause, ein vertrauter Ort, der sicher ist, aber auch Angriffen standhalten muss. Gerade hat eine Petition verhindern können, dass er zugunsten von Parkplätzen für die benachbarten Einkaufszentren geschlossen wird. Die Bewohner, überwiegend Familien mit kleinen Kindern, wären praktisch unvorbereitet auf andere Unterkünfte „verteilt“ worden. Nun darf das Dorf zunächst bestehen bleiben. Und mit ihm die intermediale künstlerische Werkstatt, die seit einem Jahr dort von Kunststudierenden der MSH Medical School Hamburg geleitet wird. Ins Leben gerufen von Jan Sonntag (Professor für Musiktherapie an der MSH), ist die Werkstatt als offenes Angebot für Kinder und Erwachsene wertvoller Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens in der Wohnunterkunft geworden. Die wöchentlichen Treffen der Menschen unterschiedlichster Herkunft stehen häufig unter bestimmten Themen: So wurden im Sommer 2016 Schablonen entworfen und gefertigt, mittels derer das weiße Metalläußere des Gruppenraumes  mit bunten Graffitis versehen wurde. Aber auch Überraschendes kommt vor: Auf dem interkulturellen Sommerfest entstand eine musikalische Jamsession mit Spielern aus sechs Nationen im Alter von 4 bis 70 Jahren. Aktuell arbeitet das studentische Team mit den Werkstattteilnehmenden aufwändig an einem Schattentheater, dessen Geschichten und Musik sie selbst schreiben und dessen Kulissen und Figuren sie selbst bauen. Finanziert wird das Projekt durch eine großzügige Spende (2.500,- €)der Kindergruppe Rombergstraße e.V., einer Eimsbütteler Krippe, als Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingsfamilien des Containerdorfs.

Ihre Ansprechpartnerin

Morgaine Rauprich
Projektassistenz

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