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Schnittstelle Praxis

An dieser Stelle berichten wir in loser Folge über Projekte aus dem Department an der Schnittstelle zwischen akademischer Lehre, Forschung und kunstanaloger Praxis.

Kunstapotheke: Erste Hochschule auf Zeit in Norderstedt!

Seit dem Frühjahr 2017 läuft an der Ulzburger Straße in der ehemaligen Apotheke (Ulzburger Straße 310) ein Studienprojekt. Das Konzept der Hochschule auf-Zeit ist in Zusammenarbeit des Departments Kunst, Gesellschaft und Gesundheit an der MSH Medical School Hamburg mit dem Initiativkreis Die Ulzburger Straße (IKUS), der Stadt Norderstedt und in Kooperation mit dem 'Amt für Nachhaltigkeit' der Stadt Norderstedt entstanden.
Die Student*innen entwickeln dabei Beteiligungsformen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Dafür werden künstlerische und wissenschaftliche Methoden im Stadtraum angewendet. 

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Kunstanaloges Coaching im Unternehmen: Unternehmenskultur

Mit einem kunstbasierten und prozessorientierten Workshopdesign begleiten Sandra Freygarten, Professorin für Kunst in Veränderungsprozessen am Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit und die Organisationsentwicklerin Angela Kühn den Kulturwandel bei Vestas Blades Deutschland. Das Managementteam des Standorts Lauchhammer beschäftigt sich innerhalb mehrerer Workshops mit Fragen der Unternehmenskultur. Die Werksleiterin Hanne Dinkel setzt bewusst auf ein Workshopformat, das künstlerische Methoden als Form des „Denkens mit den Händen“ in den Mittelpunkt stellt.

Evaluationsprojekt "kunst und gesund" in Kooperation mit STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V.

Das landesweite Netzwerk STADTKULTUR veranstaltet im Jahr 2018 gemeinsam mit 20 Mitgliedskommunen in Bayern ein Kunstfestival zum Thema „kunst und gesund“. Es soll das Potential von künstlerischer Projekt- und Kulturarbeit für gesundheitsförderliche Lebenswelten  genutzt und erprobt werden. Da die Verbindung von Kunst und Gesundheitsförderung im Rahmen der kommunalen Kulturarbeit bisher erst wenig erforscht und etabliert ist, soll dem Kunstprojekt „kunst und gesund“ eine wissenschaftliche Studie zur Seite gestellt werden, die der Überprüfung und Weiterentwicklung von Formaten in der Kulturarbeit dienen soll, die an der Schnittstelle von Kunst und Gesundheitsförderung operieren.  
Zu diesem Zweck kooperiert STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. mit dem Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit an der MSH Medical School Hamburg, das über das Know-How verfügt, ein solches Projekt wissenschaftlich zu begleiten. Das Forschungsteam bildet die erforderlichen interdisziplinären Kompetenzen in der Begleitung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen ab, die sich an der Grenze zwischen Kunst und Gesundheitsförderung bewegen sowie an der Grenze zwischen Kunst und Systementwicklung.
Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist

  • die Identifizierung von Qualitätsmerkmalen einer Kulturarbeit an der Grenze zwischen Kunst und Gesundheitsförderung
  • die Entwicklung von Ideen und inhaltlichen Vorstellungen zur Etablierung einer solchen Kulturarbeit
  • die Nutzung vorhandener Ressourcen für ihre Realisierung
  • die Evaluierung von laufenden Projekten
  • die Entwicklung neuer Formate.

Die Experten für die Kulturarbeit sind die Vertreter aus den Kommunen. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes dient dazu, die vorhandenen Ressourcen, die sich aus dieser Expertise ergeben, zu erschließen und für das Gesamtprojekt nutzbar und explizit zu machen.

Gefördert von

Wahrnehmungsförderung im Rettungsdienst: ein Projekt mit der Björn-Steiger-Stiftung

Unser „Institute for Subjective Experience and Research (ISER)“ stellt im Rahmen der Initiative „Baby-Notarztwagen“ der Björn Steiger Stiftung ein Modul zur Wahrnehmungsförderung und Gesundheit (WaGe) für das Ärzte- und Pflegepersonal der neonatologischen und pädiatrischen Intensivversorgung bereit.
Das Modul soll im Rahmen der Notfallversorgung den Kontakt zwischen Helfern und Neugeborenen, den Helfern untereinander und zum näheren Umfeld wie z.B. zu den Eltern des Neugeborenen verbessern. Darüber hinaus unterstützt es das Ärzte- und Pflegepersonal bei einem gesundheitsfördernden Umgang mit den extremen Belastungssituationen.

Zentrale Inhalte des Moduls sind:

Individuelle Behandlungen der Ärzte und Pflegekräfte mit Ergosoma, um die körperlichen Selbstregulationsmechanismen der Helfer und ihre Eigenwahrnehmung anzuregen und Workshops zur Förderung empathischer Wahrnehmungs- und Handlungskompetenzen durch kontemplative Koordinations- und Fokusübungen, als auch durch dialogisches und interaktives Gestalten mit unterschiedlichen ästhetischen Medien.
Die Einführung des Moduls wird von einer wissenschaftlichen Studie begleitet, um den Nutzen und die Nachhaltigkeit der Maßnahme zu sichern.

Gefördert von der

Lea Lindmeier
Projektassistenz

Telefon040 361 2264 9440
Telefax040 361 226 430
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