Schwerpunkt Musik im Studiengang »Expressive Arts in Social Transformation« (EAST)

Neben dem Schwerpunkt Bildende Kunst kann im Studiengang EAST mit dem Schwerpunkt Musik studiert werden. Bewerber mit musikalischen Prägungen und Vorkenntnissen absolvieren etwa 30% des Studiums in musikalischer Theorie und Praxis. Darüberhinaus lernen sie auch die Grundlagen anderer Künste kennen: Bildende Kunst, Performing Arts, Poesie, digitale Medien.

Musik in sozialen Veränderungsprozessen

Wenn wir miteinander musizieren, müssen wir uns aufeinander einschwingen,  unser Gegenüber wahrnehmen, aufeinander Bezug nehmen. Wir brauchen Fähigkeiten, die auch in sozialen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen eine Rolle spielen. Daher eignet sich Musik als Modell für Kommunikation und Dialog in unterschiedlichen sozialen Feldern: In der intergenerativen Arbeit, in der Arbeit mit jungen und alten Menschen, in der Arbeit in sozialen Brennpunkten, im Strafvollzug usw.

In sozialen Entwicklungs- und Veränderungsprozessen dient die musikalische Praxis

  • der Stärkung der sozialen Bindung,
  • der Weitergabe von Wissen und Kultur,
  • der Motivation und Regulation von Handlung und Bewegung,
  • dem Ausdruck und Austausch von Gefühlen.

Musik beginnt nicht erst da, wo Virtuosität und Können gefragt sind. Jeder Mensch ist in der Lage sich mit einfachen Mitteln musikalisch zu betätigen. Die professionelle Anleitung und Begleitung musikalischer Prozesse setzt allerdings Können voraus. Deshalb widmet sich das Studium EAST sorgfältig den Grundlagen musikalischer Praxis und Theorie.

  • Studieninhalte und Aufbau
  • Zulassungsvoraussetzungen
  • Berufliche Perspektiven

Studieninhalte und Aufbau

Ca. 30% des Unterrichts wird im Schwerpunkt Musik studiert. Die verbleibenden 70% werden gemeinsam mit den Studierenden des Schwerpunkts Bildende Kunst unterrichtet. Das Schwerpunktstudium umfasst vor allem die Vermittlung einer soliden Grundlage musikalischer Praxis und Theorie in Bezug auf die Anwendung in sozialen Prozessen und Situationen:

  • Erweiterung des Musikbegriffs in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts
  • Grundlagen Percussion und Stimme
  • Improvisation: Musik als Prozessgestaltung und Umgang mit Unvorhersehbarem
  • Musikbiographie: Die Bedeutung von Musik im Lebenslauf
  • Musikanthropologie: Zeitüberdauernde Funktionen und Wirkungen von Musik
  • Gehörbildung und Hörpraktikum
  • Lieder als gesellschaftliches, psychologisches und politisches Medium
  • Graphische Notation und Dokumentation
  • Methoden der Musik als Kommunikation
  • Praxis der Musik im Zusammenspiel mit anderen künstlerischen Medien
  • Musik als Modulation von Atmosphären
  • Berufliche Perspektiven

Verantwortlich und Ansprechperson: Prof. Dr. Jan Sonntag

eMail an jan.sonntag(at)medicalschool-hamburg.de

Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen sind:

  • Teilnahme an einem Aufnahmegespräch.
  • Hochschulzugangsberechtigung bzw. entsprechende Prüfung.
  • Künstlerische Eignung
  • Bei der Auswahlentscheidung finden folgende Kriterien Berücksichtigung:
  • Studienmotivation, berufliche Perspektiven, persönliche Eignung, beruflicher Werdegang, Fort- und Weiterbildungen.

Berufliche Perspektiven

Für die Absolventen des Studiengangs EAST öffnet sich ein weites Feld einer möglichen beruflichen Praxis: in Bildungseinrichtungen, im Stadtteil, im Strafvollzug, im Museum, in Unternehmen. Mit Kindern, mit alten Menschen, mit Kranken, in Konflikten und in Krisensituationen. Darüber hinaus bietet der Studiengang EAST einen Zugang zu den Masterstudiengängen Kunsttherapie, Musiktherapie (in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater), Peacebuilding, Coaching und Soziale Arbeit.

> Praxisfelder des Studiums

Schwerpunkt Musik

Prof. Dr. Jan Sonntag

Telefon 040 361 2264 9445 
Telefax 040 361 226 430
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Infoblatt zum Studiengang