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Bachelorstudiengang Theatertherapie (B.A.)

Die Theatertherapie nutzt das Potential von Theater und künstlerischen Aktionsformen in klinischen, sozialen, pädagogischen und heilpädagogischen Arbeitsfeldern. Sie stellt als multimodale handlungsorientierte, künstlerische Therapieform eine Verbindung her zwischen der ursprünglichen heilsamen Wirkung des Theaterspielens und modernen Formen der künstlerischen Therapie sowie angrenzender therapeutischer Verfahren.

Die umfassenden und vielschichtigen Methoden der Theatertherapie sind bei fast allen psychischen Störungen anwendbar. Insbesondere in der Arbeit mit sonst schwer erreichbaren und in ihrem emotionalen Ausdrucksvermögen eingeschränkten Patienten und/oder sprachlich noch nicht erschließbaren Problembereichen zeigt diese Therapieform häufig sehr gute Erfolge. Die Grenzen des rationalen Verstehens können mit dieser spielerischen und körperorientierten Methode überwunden werden und so zu größerer emotionaler Aufgeschlossenheit und damit zu neuen Handlungsmöglichkeiten führen.

Der Bachelorstudiengang Theatertherapie richtet sich an künstlerisch begabte, kreative und interessierte Menschen, die lernen möchten, ihr künstlerisches Engagement für die Förderung der Entwicklung, Gesundheit und Selbstfindung von Patienten und Klienten einzusetzen, und hierzu therapeutische, methodische und wissenschaftliche Hintergründe kennenlernen und vertiefen wollen.

Ziel des Bachelorstudiengangs Theatertherapie ist es, den Studierenden einerseits wissenschaftliche und fachliche Grundlagen sowie andererseits die Theaterkunst mit ihren vielseitigen Ausprägungen nahe zu bringen. Der breite Ansatz des Curriculums vermittelt körpertherapeutische und systemische Verfahren und den performativen Prozess in der Theatertherapie, die Anwendung in sozialen, pädagogischen, heilpädagogischen und kulturellen Arbeitsfeldern und Organisationen, aber auch die klinische Anwendung von Theatertherapie für Patienten aller Altersgruppen.

Die Studierenden verfügen nach ihrem Abschluss über eine weitreichende Fachkompetenz, Theatertherapie als Übungs- und Behandlungsangebot in vielfältigen Anwendungsfeldern effizient und systematisch einzusetzen. Sie planen, steuern und reflektieren Therapieprozesse unter Berücksichtigung patientenspezifischer Anforderungen und Rahmenbedingungen.

Bei Interesse am Studiengang Theatertherapie, berät Sie Susann Ricks gerne via Telefon unter 040/3612 2649 447 oder Mail.

  • Studieninhalt und Aufbau
  • Zulassungsvoraussetzungen
  • Berufliche Perspektiven

Studieninhalt und Aufbau

  • Theater: Künstlerischer Gestaltungsprozess, Techniken und Medien der Theaterkunst, Performance und rituelle Strukturen, Theaterkunstpraxis und -theorie sowie künstlerisch-intermediale Verfahren in therapeutischen Kontexten
  • Psychologie und Medizin: Psychologische Grundlagen, Klinische Psychologie, Psychotherapie, Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik, Allgemeine und spezielle Krankheitslehre
  • Theatertherapie: Verfahren, Methoden und Techniken der Theatertherapie in verschiedenen Anwendungsbereichen und bei verschiedenen Störungsbildern sowie unterschiedlichem Klientel über die Lebensspanne 
  • Wissenschaft: Grundlegende wissenschaftliche Kenntnisse zur Diagnostik und Intervention sowie in evidenzbasierter Medizin und Psychotherapie als auch im Bereich der Evaluation und Qualitätssicherung
  • Therapeutenpersönlichkeit: Therapeutenverhalten, Selbsterfahrung, Therapeutenrolle, Selbstmanagement, Ethik-Recht-Berufspolitik, Gesprächsführung

Zulassungsvoraussetzungen

  • Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife (§37 HmbHG)
  • oder besonderer Zugang für Berufstätige (§ 38 HmbHG),
  • ein mindestens einmonatiges Vorpraktikum in einer durch die MSH anerkannten Einrichtung des Sozial- und Gesundheitswesens und
  • die Feststellung der künstlerischen Eignung in einem individuellen Aufnahmeverfahren, das sowohl einen künstlerisch-praktischen als auch einen Gesprächsteil umfasst. (Die künstlerische Eignung bezieht sich auf die theaterkünstlerische Erfahrung ebenso wie auf die Bereitschaft und das Vermögen sich kreativ auf künstlerische Prozesse einzulassen.)

Alle für die Ausbildung erforderlichen Stunden der Selbsterfahrung müssen im Rahmen der Ausbildung geleistet und finanziert werden. Stunden aus einer Heiltherapie können weder an die Selbsterfahrung für die Ausbildung angerechnet werden, noch können sie eine Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung sein.

Die Bewerbung

  • Vollständig ausgefüllter und unterschriebener Zulassungsantrag mit tabellarischem Lebenslauf und zwei aktuellen Passfotos (Namensangabe auf Rückseite),
  • Kopie des Personalausweises (Vorder- und Rückseite),
    bei ausländischen Studierenden Identity-Card,
  • ggf. Nachweis über bisher ausgeübte Tätigkeiten
  • Studienbuch bzw. Studienabschlusszertifikat, sofern der Bewerber an anderen Hochschulen bereits studiert hat.

Berufliche Perspektiven

Absolventen des Bachelorstudiengangs Theatertherapie sind primär in therapeutischen und wissenschaftlichen Arbeitsfeldern tätig. Sie nutzen die Theatertherapie als kreativen Prozess, mit dem sie neue Zugänge zu vorhandenen Ressourcen schaffen.

Mögliche Einsatzgebiete ergeben sich beispielsweise in psychiatrischen sowie psychosomatischen und psychotherapeutischen Kliniken. Des Weiteren wird die Theatertherapie in Einrichtungen für geistig und/oder körperlich beeinträchtigte Menschen, geriatrischen Einrichtungen und Seniorenresidenzen, aber auch in neurologischen, onkologischen und palliativmedizinischen Fachabteilungen genutzt. Theatertherapeuten sind darüber hinaus in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, psychosozialen Beratungsstellen sowie Förderschulen und Kindergärten oder selbstständig in einer eigenen Praxis tätig.

Mit dem Bachelorstudiengang Theatertherapie erwerben Studierende zudem die Qualifikation für weiterführende Masterstudiengänge.

Auf einen Blick

Studienbeginn
01. Oktober 2021

Studienform/-dauer
Vollzeit: 6 Semester

Studiengebühr
Vollzeit: 550 € / Monat

Einschreibegebühr
einmalig 100 €

Abschluss
Bachelor of Arts

Einsatzgebiete

  • Kliniken
  • Seniorenresidenzen
  • Rehazentren
  • Beratungsstellen
  • Förderschulen
  • Kindergärten
  • eigene Praxis

Susann Ricks
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»Studium & Lehre«

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