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Forschung Kunstanaloges Coaching

Entrepreneurship kunstanalog

Kunstbasierter Kompetenzerwerb für Gründer_innen - ein gemeinsames Forschungsprojekt der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und des Departments Kunst, Gesellschaft und Gesundheit der MSH Medical School Hamburg

Die Entscheidungsfindung unter Unsicherheit ist ein betriebswirtschaftliches Problem, das die interdisziplinäre Forschung seit Jahrzehnten beschäftigt und das angesichts zunehmender Komplexität und Dynamik der Rahmenbedingungen wirtschaftlichen Handelns an Bedeutung gewinnt. Besondere Herausforderungen stellen Entscheidungen unter Ambiguität dar: Zukünftige entscheidungsrelevante Umweltzustände und deren objektive Eintrittswahrschein­lichkeiten sind mehr oder weniger unbekannt. Bei Unternehmensgründungen sind solche Entscheidungssituationen besonders häufig.

Das geplante Forschungsvorhaben soll sich der Frage widmen, ob Gründer_innen mit Methoden jenseits planmäßig rationalen Handelns und objektivierbaren betriebswirtschaftlichen Wissens, die Gegenstand gängiger Fortbildungsangebote sind, ihre unternehmerischen Fähigkeiten verbessern können. Das Vorhaben geht von der These aus, dass die Strategien erfolgreicher Gründer_innen große Ähnlichkeit mit künstlerischem Handeln haben. Der Effectuation-Ansatz ist also auf Parallelen zu künstlerischen Strategien zu untersuchen: Welche Rolle spielen künstlerische Strategien im Gründungsprozess?

Es ist zu fragen, wie sich Entscheidungsprozesse von Gründer_innen verändern, wenn diese sich implizite quasi-künstlerische Handlungsmuster in ihrem eigenen Verhalten bewusstmachen und/oder künstlerische Haltungen gezielt für ihr Gründungsvorhaben adaptieren. Mit dem Vorhaben soll belegt werden, dass kunstanaloges Coaching unternehme­rische Fähigkeiten als eine Ausprägung von Persönlichkeitskompetenz verbessert. Das Projekt soll somit Perspektiven für eine Erweiterung von Fortbildungsangeboten für Gründer_innen eröffnen.

Projektdurchführung für die MSH Medical School Hamburg: Prof. Sandra Freygarten, Prof. Dr. Hannes Jahn, Lea Lindmeier, M.A.

Projektdurchführung für die HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin: Prof. Dr. Berit Sandberg | www.htw-berlin.de

Weitere Forschungsprojekte in Planung:

Kunstanaloge Entscheidungsfindung für Führungskräfte

Eine der Kernthesen dieses Forschungsvorhabens besagt, dass die rationalen, objektivierenden Entscheidungsmethoden in Unternehmen suboptimal sind und eine Ergänzung benötigen, und zwar um »subjektivierende« Mittel, d. h. um Fähigkeiten wie persönliche Einschätzungen, Abwägeprozesse, subjektive Wahrnehmungen, Sensibilität für angeblich Irrationales, für Gefühle und Emotionen. Das Vorhaben soll der Frage nachgehen, inwieweit ein anderer, nämlich der künstlerische, »subjektivierende« Weg der handelnden Bewältigung von Unsicherheit für Unternehmen Relevanz haben könnte und eine kunstanaloge Kompetenz vermittelt, die die rationale Entscheidungsfindung in Unternehmen ergänzt und in diesem Sinne einen Mehrwert darstellen kann.

Kompetenzbildende Wirkungen intermedial-künstlerischer Bildungsarbeit und ihr Transfer in soziale und berufliche Handlungsfelder

Die Theorie des »Kunstlerischen Handelns« betont unmittelbare, kompetenzbildende Wirkungen kunstpraktischer Bildungsarbeit, die sich in einer Reihe von spezifischen handlungsorientierten Teilkompetenzen manifestieren. Das didaktische Modell der »Intermedial-kunstlerischen Dezentrierung« und die »Phänomenologisch-ästhetischen Analyse« fokussieren auf den Transfer dieser in kunstlerischer Praxis erworbenen Kompetenzen auf kunstferne Handlungssituationen. Das geplante Forschungsprojekt soll die Bildung der spezifischen Teilkompetenzen Kreativität, Problemlöseverhalten und Dialogverhalten durch Kunstpraxis untersuchen sowie ihre Wirksamkeit fur soziales und berufliches Handeln.

Künstlerische Forschung

Prof. Dr. Lucia Rainer

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Neuerscheinung

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