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Praxisprojekte des Departments

An dieser Stelle berichten wir in loser Folge über Projekte aus dem Department an der Schnittstelle zwischen akademischer Lehre, Forschung und kunstanaloger Praxis.

Interdisziplinärer Wettbewerb am Campus Arts and Social Change zur Entwicklung einer Intervention für suchtbelastete Mütter

Worum geht es? 

Die Idee

Im Rahmen eines studiengangsübergreifenden Wettbewerbs am Campus »Arts and Social Change« (Campus am Harburger Binnenhafen) soll ein Konzept für eine kreative, emotionale, beraterische Intervention im Suchtbereich entstehen. Einsendeschluss ist der 31.08.2019

Die Zielgruppe

Substituierte Mütter leben häufig in häuslicher Gemeinschaft mit ihren Kindern. Sie kämpfen mit vielen Problemen und haben es oft nicht leicht, ihre Kinder zugewandt, liebevoll und konsequent zu erziehen, wie Studien aus dem Bereich der Bindungsforschung zeigen. Ihre Kinder weisen später ein hohes Risiko für eigene Suchtprobleme und andere psychische Störungen auf. 

Das Anliegen

Psychosoziale Fachkräfte im Suchtbereich sollen präventiv mit suchtbelasteten Familien arbeiten, um Eltern in der Erziehung zu unterstützen und das Risiko für die Entwicklung der Kinder zu mildern. In der Praxis ist es aber gar nicht leicht, drogenabhängige bzw. substituierte Mütter in Bezug auf Erziehungsthemen zu beraten. Es braucht eine lange Phase der Vertrauensbildung, bis sie dafür offen sind. 

Der Weg zur Lösung

Im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang »Soziale Arbeit« wurden in Experteninterviews untersucht, was es diesen Familien so schwermacht, Beratung anzunehmen. Es wurden spezifische Zugangsbarrieren identifiziert und Überlegungen zum Umgang damit in der Beratung angestellt. 

Wer kann mitmachen? 

  • Teilnehmen kann jede/r Studierende am Campus Harburg
  • Es sollen sich interdisziplinäre Teams aus mindestens zwei, maximal vier Studierenden aus beiden Departments zusammenfinden
  • Hierfür gab es Matching-Workshops am 10.05. und 15.05.2019

Was habe ich davon? 

  • Miterleben, wie Studieninhalte aus Theorie und Forschung in die Anwendung gebracht werden können. 
  • Mitgestalten und dabei interdisziplinäre Zusammenarbeit kennenlernen. 
  • Gewinnen: Prämiert werden die besten drei Konzepte. Die Preisträger/innen des ersten Platzes erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 €, die Preisträger des zweiten und dritten Platzes erhalten Sachpreise in Höhe von je 100 €. Die Preisträger/innen haben die Möglichkeit, aus ihrem Konzept im Rahmen einer Qualifikationsarbeit (Bachelor-/Masterarbeit) die Intervention zu erarbeiten und zu beforschen, wenn sie dies möchten. 
  • Qualifizieren: Alle Teilnehmer/innen erhalten eine Teilnahmebestätigung, die jeweils bei zukünftigen Bewerbungen hilfreich sein kann. 

Alle Infos zur Bewerbung hier

Kunst, Stadt, Resilienz

»Stadtluft macht frei, kriminell und krank?«: unter diesem Titel stand das Kulturpolitische Forum in der Evangelischen Akademie Tutzing, das unter Beteiligung des Departments Kunst, Gesellschaft und Gesundheit vom 02.-04. März 2018 stattfand. Im Rahmen eines Workshops und eines performativen Vortrags untersuchten Prof. Sandra Freygarten und Prof. Peter Sinapius zusammen mit den Teilnehmern den Zusammenhang zwischen künstlerischen Strategien und den Faktoren, die zu einer resilienten Stadt beitragen.

Der Workshop stand unter dem Thema:

Sichten und Zeigen: Ein urbanes Spiel zwischen Monopoly, Mülldeponie und Monotonie

Das Spiel geht in mehreren Spielrunden der Frage nach: »Können künstlerische Strategien unsere Perspektive auf die Stadt verändern und uns gestaltungsfähig machen?« Angesichts einer immer tieferen Spaltung der Stadtgesellschaft zwischen Schlossallee und Turmstraße, zwischen arm und reich, erfolgreich und abgehängt, gebildet und bildungsfern, gesund und krank untersuchen die Spielbeteiligten, welche Perspektiven auf die Stadtgesellschaft KünstlerInnen und Künstler entwickeln und ob und wie künstlerische Werke oder Projekte zu einem neuen Blick auf die Stadt beitragen können. Die TeilnehmerInnen werden herausgefordert, die Ergebnisse ihrer Untersuchungen auf kulturpolitische Herausforderungen zu beziehen, die sie in ihren eigenen Kommunen vorfinden. Das Spiel soll keine Antworten geben, sondern Handlungsspielräume öffnen.

Mehr zu dem Projekt kunst & gesund:

Kunstapotheke: Erste Hochschule auf Zeit in Norderstedt!

Seit dem Frühjahr 2017 läuft an der Ulzburger Straße in der ehemaligen Apotheke (Ulzburger Straße 310) ein Studienprojekt. Das Konzept der »Hochschule auf Zeit« ist in Zusammenarbeit des Departments Kunst, Gesellschaft und Gesundheit an der MSH Medical School Hamburg mit dem Initiativkreis Die Ulzburger Straße (IKUS), der Stadt Norderstedt und in Kooperation mit dem »Amt für Nachhaltigkeit« der Stadt Norderstedt entstanden.
Die Student*innen entwickeln dabei Beteiligungsformen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Dafür werden künstlerische und wissenschaftliche Methoden im Stadtraum angewendet. 

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Kunstanaloges Coaching im Unternehmen: Unternehmenskultur

Mit einem kunstbasierten und prozessorientierten Workshopdesign begleiten Sandra Freygarten, Professorin für Kunst in Veränderungsprozessen am Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit und die Organisationsentwicklerin Angela Kühn den Kulturwandel bei Vestas Blades Deutschland. Das Managementteam des Standorts Lauchhammer beschäftigt sich innerhalb mehrerer Workshops mit Fragen der Unternehmenskultur. Die Werksleiterin Hanne Dinkel setzt bewusst auf ein Workshopformat, das künstlerische Methoden als Form des „Denkens mit den Händen“ in den Mittelpunkt stellt.

Evaluationsprojekt »kunst und gesund« in Kooperation mit STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V.

Das landesweite Netzwerk STADTKULTUR veranstaltet im Jahr 2018 gemeinsam mit 20 Mitgliedskommunen in Bayern ein Kunstfestival zum Thema »kunst und gesund«. Es soll das Potential von künstlerischer Projekt- und Kulturarbeit für gesundheitsförderliche Lebenswelten genutzt und erprobt werden. Da die Verbindung von Kunst und Gesundheitsförderung im Rahmen der kommunalen Kulturarbeit bisher erst wenig erforscht und etabliert ist, soll dem Kunstprojekt »kunst und gesund« eine wissenschaftliche Studie zur Seite gestellt werden, die der Überprüfung und Weiterentwicklung von Formaten in der Kulturarbeit dienen soll, die an der Schnittstelle von Kunst und Gesundheitsförderung operieren.  
Zu diesem Zweck kooperiert STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. mit dem Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit an der MSH Medical School Hamburg, das über das Know-How verfügt, ein solches Projekt wissenschaftlich zu begleiten. Das Forschungsteam bildet die erforderlichen interdisziplinären Kompetenzen in der Begleitung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen ab, die sich an der Grenze zwischen Kunst und Gesundheitsförderung bewegen sowie an der Grenze zwischen Kunst und Systementwicklung.
Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist

  • die Identifizierung von Qualitätsmerkmalen einer Kulturarbeit an der Grenze zwischen Kunst und Gesundheitsförderung
  • die Entwicklung von Ideen und inhaltlichen Vorstellungen zur Etablierung einer solchen Kulturarbeit
  • die Nutzung vorhandener Ressourcen für ihre Realisierung
  • die Evaluierung von laufenden Projekten
  • die Entwicklung neuer Formate.

Die Experten für die Kulturarbeit sind die Vertreter aus den Kommunen. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes dient dazu, die vorhandenen Ressourcen, die sich aus dieser Expertise ergeben, zu erschließen und für das Gesamtprojekt nutzbar und explizit zu machen.

Gefördert von

Wahrnehmungsförderung im Rettungsdienst: ein Projekt mit der Björn-Steiger-Stiftung

Unser »Institute for Subjective Experience and Research (ISER)« stellt im Rahmen der Initiative »Baby-Notarztwagen« der Björn Steiger Stiftung ein Modul zur Wahrnehmungsförderung und Gesundheit (WaGe) für das Ärzte- und Pflegepersonal der neonatologischen und pädiatrischen Intensivversorgung bereit.
Das Modul soll im Rahmen der Notfallversorgung den Kontakt zwischen Helfern und Neugeborenen, den Helfern untereinander und zum näheren Umfeld wie z.B. zu den Eltern des Neugeborenen verbessern. Darüber hinaus unterstützt es das Ärzte- und Pflegepersonal bei einem gesundheitsfördernden Umgang mit den extremen Belastungssituationen.

Zentrale Inhalte des Moduls sind:

Individuelle Behandlungen der Ärzte und Pflegekräfte mit Ergosoma, um die körperlichen Selbstregulationsmechanismen der Helfer und ihre Eigenwahrnehmung anzuregen und Workshops zur Förderung empathischer Wahrnehmungs- und Handlungskompetenzen durch kontemplative Koordinations- und Fokusübungen, als auch durch dialogisches und interaktives Gestalten mit unterschiedlichen ästhetischen Medien.
Die Einführung des Moduls wird von einer wissenschaftlichen Studie begleitet, um den Nutzen und die Nachhaltigkeit der Maßnahme zu sichern.

Gefördert von der

Susann Ricks
Studierendenservice

Telefon040 3612 2649 440
Fax040 3612 26 430
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